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Ordentlicher Zivildienst Dauer Zivildienstverweigerung

Wer ‚Äětauglich" ist, kann fristgerecht eine Zivildiensterkl√§rung abgeben. Er wird von der Wehrpflicht befreit und hat Zivildienst zu leisten. Anstelle des Zivildienstes kann auch ein Auslandsdienst geleistet werden.

Ordentlicher Zivildienst

Zum ordentlichen Zivildienst k√∂nnen Zivildienstpflichtige, die noch keinen Pr√§senzdienst geleistet haben, bis zu ihrem 35. Geburtstag zugewiesen werden, danach m√ľssen sie den Zivildienst nicht mehr antreten.

Dauer

Der ordentliche Zivildienst dauert 9 Monate (inklusive 1 Woche Dienstfreistellung) und ist ohne Unterbrechung zu leisten.
Wer den Grundwehrdienst schon abgeleistet hat, muss nur mehr einen Zivildienst leisten, der um zwei Monate l√§nger dauert, als er noch Truppen- oder Kader√ľbungen zu leisten h√§tte. Wer schon beim Bundesheer war, den Grundwehrdienst aber nicht vollst√§ndig abgeleistet hat, dessen Zivildienst dauert ein Jahr verk√ľrzt um die Dauer des geleisteten Pr√§senzdienstes, mindestens aber vier Monate. Der Zivildienst ist in diesen F√§llen auch noch nach dem 35. Geburtstag anzutreten.

Die Trägerorganisationen sind zu einer angemessenen Ausbildung, die Rechte und Pflichten und die Grundkenntnisse der jeweiligen Tätigkeiten betreffend, verpflichtet.

Zivildienstverweigerung

Wer den Zivildienst antritt, sp√§ter aber fernbleibt und sich dem Zivildienst f√ľr immer zu entziehen sucht, oder wer den Zuweisungsbescheid nicht befolgt und durch sein Verhalten eindeutig erkennen l√§sst, dass er sich dem Zivildienst f√ľr immer zu entziehen sucht, begeht eine gerichtlich strafbare Handlung, die eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr nach sich ziehen kann.
Fraglich ist, ob ‚Äěf√ľr immer" auf ewig bedeutet oder blo√ü im konkreten Dienst auf unbestimmte Zeit. F√ľr letzteres spricht, dass dieselbe Formulierung wie im Milit√§rstrafgesetz verwendet wurde. Eher ist aber ersteres anzunehmen, da die Bestimmung 1987 novelliert wurde und auf Totalverweigerer gem√ľnzt war.

Seine dauernde Dienstunf√§higkeit herbeizuf√ľhren oder vorzut√§uschen oder sonst grob zu t√§uschen, um sich damit dem Zivildienst f√ľr immer zu entziehen, ist auch gerichtlich strafbar und kann mit einer Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten geahndet werden.
Wer den Zivildienst nicht antritt und der Zuweisung f√ľr l√§nger als 30 Tage nicht Folge leistet, macht sich gerichtlich strafbar. Das f√ľhrt zu einer Geldstrafe bis zu 360 Tags√§tze oder Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten.

Wer dagegen, nachdem er den Zivildienst angetreten hat, diesem f√ľr l√§nger als 30 Tage fernbleibt oder sich durch Herbeif√ľhrung oder Vort√§uschung seiner Dienstunf√§higkeit oder sonst durch grobe T√§uschung dem Zivildienst l√§nger als 30 Tage entzieht, begeht nur eine Verwaltungs√ľbertretung. Strafdrohung: Geldstrafe bis zu 2180 Euro oder Freiheitsstrafe bis zu sechs Wochen, bei betr√§chtlichen Erschwerungsgr√ľnden auch beide nebeneinander.

Wer sich dem Dienst k√ľrzer, also bis zu 30 Tagen entzieht, begeht eine Verwaltungs√ľbertretung, die zu einer Geldstrafe bis zu ‚ā¨ 1450 Euro f√ľhren kann.

© argewdv 3/08

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