Home » Wehrdienstverweigerung Zivildienst » Krankenstand

Krankmeldung, Amts- oder Vertrauensarzt/ärztin

Krankmeldung

Bei einer Dienstverhinderung muss der Zivildiener so bald wie möglich seineN VorgesetzteN benachrichtigen und ihm den Grund der Verhinderung glaubhaft machen. Ebenso ist es ratsam, auch eine Erkrankung während einer Dienstfreistellung sofort zu melden.

Ist der Zivildiener erkrankt, so muss er dem/der Vorgesetzten auch seinen Aufenthaltsort bekannt geben. Er muss sich am n√§chstfolgenden Werktag von einem Arzt untersuchen lassen. Der Arzt/die √Ąrztin hat eine Bescheinigung √ľber die Art und die voraussichtliche Dauer der Erkrankung auszustellen. Es ist sinnvoll, ihn/sie darauf aufmerksam zu machen, dass er/sie daf√ľr nicht das Kassenformular f√ľr die Krankschreibung verwenden soll, da die Diagnose darauf nicht lesbar ist. ‚ÄěArt‚ÄĚ der Erkrankung bedeutet hier Gattung, nicht genaue Diagnose. Die prognostizierte Dauer sollte in Tagen angegeben werden. Die Bescheinigung hat der Zivildiener binnen zwei weiteren Tagen der Einrichtung zu √ľbermitteln. Eine fahrl√§ssige Versp√§tung ist als Verwaltungs√ľbertretung strafbar.

Beispiel: Krankheitsbeginn am Samstag > sofortiger Anruf bei der Einrichtung > Arztbesuch am Montag > am selben Tag Aufgabe der Bescheinigung bei der Post > Einlangen des Briefes bei der Einrichtung am Mittwoch.

Der/die Vorgesetzte hat nach der Kenntnis der Dienstverhinderung durch Krankheit unverz√ľglich die f√ľr den Aufenthaltsort des Zivildieners zust√§ndige Bezirksverwaltungsbeh√∂rde zu benachrichtigen. Diese hat ebenfalls unverz√ľglich die Umst√§nde der Dienstverhinderung zu ermitteln, etwa durch einen Anruf beim Zivildiener und bei seinem Arzt/seiner √Ąrztin. Wenn es der Beh√∂rde geboten erscheint, kann sie eine Untersuchung durch den Amtsarzt/die Amts√§rztin veranlassen.

Dar√ľber hinaus kann der/die Vorgesetzte verlangen, dass der Zivildiener eine Untersuchung durch den/die Vertrauensarzt/√§rztin der Einrichtung √ľber sich ergehen l√§sst. Das ist blo√üe Schikane: Auch der/die Vertrauensarzt/√§rztin unterliegt dem Berufsgeheimnis, worauf man ihn/sie aufmerksam machen kann.

© argewdv 1/04



arge wdv