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Die Geschichte einer WG bis zur antimiltaristischen Gruppe.

Im Archiv sind Texte von vergangenen Aussendungen, Aktionen und Veranstaltungen zu lesen.

Unter 30 Jahre ARGE sind chronologisch geordnete Bilder von Highlights der antimilitaristischen Bewegung ab 1977 zu finden!

Die Geschichte beginnt mit einer Wohngemeinschaft in den 70er Jahren. Nach dem Volksbegehren zur Abschaffung des Bundesheeres (1969) und nach der gesetzlichen Verankerung eines Wehrersatzdienstes (1975) entwickelte sich aus der Wohngemeinschaft eine antimilitaristische Gruppe, welche 1977 den Verein ARGE Zivildienst gr├╝ndete. Anfang der 80er wurde der Name in ARGE f├╝r Wehrdienstverweigerung und Gewaltfreiheit ge├Ąndert.

Mit der Friedensbewegung der 80er Jahren, in dieser Zeit engagierten sich viele Menschen in der ARGE, entstand auch in ├ľsterreich eine gesellschaftspolitische relevante au├čerparlamentarische Bewegung. Ein internationaler Friedensmarsch f├╝hrte 1982 sternf├Ârmig von Deutschland, England und Griechenland nach Wien. Mehr als 1000 AktivistInnen bev├Âlkerten zwei Wochen lang die Arenawiese im Prater und veranstalteten Informations- und Protestkundgebungen.

In ├ľsterreich wurde Mitte der 80er die Umfassende Landesverteidigung im Verfassungsrang beschlossen. So wurde der Zivildienst nach milit├Ąrischen Kriterien neu strukturiert. In der ARGE bildete sich die Gruppe f├╝r Totalverweigerung. Immer wieder waren Inhaftierungen oder Prozesse gegen Wehr- und/oder Zivildienstverweigerer Anl├Ąsse f├╝r Protestaktionen.

1991 startete der Aufruf zur Nichtbefolgung milit├Ąrischer Gesetze und die Forderung zur Abschaffung der Disziplinarbestimmungen im Milit├Ąrstrafgesetz. Den Aufruf unterst├╝tzten mehr als 1000 Personen und ver├Âffentlichten diesen in den Medien. Die Staatsanwaltschaft sah darin die Anstiftung zu strafbaren Handlungen und die Strafverfahren gegen die einzelnen UnterzeichnerInnen haben sich ├╝ber Jahre gezogen und sind bis heute nicht abgeschlossen!

Anfang der 90er Jahren gr├╝ndete sich die Initiative ├ľsterreich ohne Heer mit dem Ziel, antimilitaristische Aktivit├Ąten in kleinerem Rahmen zu unterst├╝tzen. Den gro├čen Paraden und Waffenschauen am 26. Oktober in Wien wurden Veranstaltungen mit Kulturprogramm gegen├╝bergestellt. K├╝nstlerInnengruppen mischten sich immer wieder unter das Publikum am Heldenplatz und initiierten kontroverse Diskussionen.



arge wdv