Home » ARGE WDV » New Page

Neben der Beteiligung an den Jubiläumsaktivitäten der Arge und der Deserteursberatung in Wien, beschäftigte scih die Arge Salzburg mit den Schwerpunkten Militarismus und Feminismus, illegalisierte Menschen und Armeekritik.

Intensiv haben wir uns um den Verbleib illegalisiert hier lebender Personen bemĂĽht, bislang ist der Prozess der Legalisierung noch nicht abgeschlossen. Wir haben erreicht, dass die Verfahren wieder offen sind und wir noch keinen Menschen an Schubhaft und Abschiebung verloren haben. Die Begleitung von Menschen, die vom Staat illegalisiert werden, stand und steht im Vordergrund unserer Anstrengungen.

Im Bereich der Wehrdienstverweigerung hat sich die Anzahl jener Menschen, die persönliche Beratung und Begleitung wünschen, reduziert, jedoch sind die Probleme komplexer geworden. Eine gelungene Verweigerung zu erzielen, braucht mehr Anstrengung. Weder dem Bundesheer noch der Zuvieldienstserviceagentur ist es gelungen, auch nur eine einzige der Wehrpflicht ausgesetzte Person zu einem Zwangsdienst zu verpflichten, die dem Wunsch der betreffenden Person entgegengesetzt gewesen wäre. Hurra!

Friedensimpulse:
Im Februar haben wir die „Friedensimpulse 2007“ veranstaltet, die sich dem Konflikt um Israel-Palästina-Libanon angenähert haben, das Ziel, daraus Kontakte zu generieren und ein weiterführendes Projekt zu entwickeln, scheint sich zu erfüllen, es war auch in der Begegnung eine der wenigen Veranstaltungen in diesem Kontext, die nicht in gegenseitiger Frustration, sondern im Willen weiterer Zusammenarbeit gemündet ist.

Pazifismus-Feminismus:
Zum 8. März haben wir uns natürlich in diesem Kontext öffentlich eingebracht, ansonsten gibt es im Rahmen unserer ein-monatlich-stattfindenden Radiosendung: „frauen. stimmen. gegen. krieg“ sowie in spezifischen Publikationen Reflexionen, die sich explizit mit diesem Themenbereich auseinandersetzen. Aktiv geworden sind wir auch im Bereich der Ablehnung militanter GegnerInnen des Schwangerschaftsabbruches rund um die Ereignisse vor dem LKH-Salzburg.

Demos/Kundgebungen:
Neben diversen Demos und Kundgebungen haben wir uns auch heuer wieder mit einer GruĂźbotschaft am Hiroshima-Gedenktag am Stephansplatz in Wien beteiligt.
30 Jahre Arge Wehrdienstverweigerung, 15 Jahre Deserteurs-und Flüchtlingsbetreuung: Den „Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung“ haben wir ebenfalls in Wien mit einer Kundgebung und einem Fest begangen.
Im Oktober feiterte die GsoA (Gruppe Schweiz ohne Armee) ihr 25jähriges Bestehen in Zürich.

Informationstransfer:
interessante Aktionen, die uns zu Ohren gekommen sind, kommunizierten wir weiter: Der Standard veröffentlichte ein Inserat zum dem Thema, dass Fluggeräte billig abzugeben wären, da die Lizenzen zum Fliegen fehlen würden, nicht ohne es sich nehmen zu lassen, dazu einen redaktionellen Beitrag zu verfassen. Angesichts der Androhung, eine femdenpolizeiliche Spezialeinheit nach militärischen Haarschnitt einzurichten, die nicht davor zurückschrecken würde, selbst in private Wohnungen einzudringen, ließen sich Flugblätter, in amtlicher Diktion gehalten zu dieser Thematik auffinden.

NOlympia:
Wir freuten uns sehr, dass wir an diesen Protesten teilhaben konnten und am Abend der Absage an Salzburg als Austragungsort den verantwortlichen PolitikerInnen einfach ins Gesicht lachen konnten.

Zum Weltfriedenstag organisieren wir seit einigen Jahren im Rahmen des Netzwerks fĂĽr Frieden und Gewaltfreiheit eine nachmittags- und abendfĂĽllende Veranstaltung mit zahlreichen kulturellen Inputs mit

speziell gegen die Armee:
I im Sommer haben wir „Den Bock zum Gärtner gemacht“, mit zwei lieben Schafsböcken, Transparenten und Spektakel haben wir gemeinsam mit der ‚Initiative Abflug’ vor dem Einfahrtstor der Kaserne Zeltweg sehr zum Leidwesen der wachehabenden Offiziere und Soldaten, ein Straßentheater inszeniert, dazu gibt es ein Video, - welches von einer professionellen Filmemacherin geschnitten – über unsere Homepage abrufbar ist.
Gelungen ist auch der Protest gegen die unerträgliche Waffenshow des Bundesheeres am 26. Oktober am Heldenplatz. Wir konnten an den Sicherheitskräften vorbei mit unserem Transparent sichtbar werden; im Gegensatz zum Publikum der Waffenshow empfanden wir die Polizeikräfte geradezu als „nett“, sie versicherten uns auch, dass sie auf unser Transparent sehr acht geben würden, da wir es nächstes Jahr doch bestimmt wieder brauchen würden !

rosalia krenn



arge wdv