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Vom 22. bis 25. Mai 2008 wird in der Juridischen Fakultät der Universität Salzburg (Toskanatrakt, Churfürststraße 1, 5010 Salzburg) die zweite FrauenFrühlingsUniverstität stattfinden, die erste hatte in Wien stattgefunden, beide knüpfen an die frühere Tradition der FrauenSommerUniversitäten in Wien Ottakring an. Die FrauenFrühlingsUni begreift sich als Freiraum für Frauen: sie bietet die Aufbereitung wissenschaftlicher Erkenntnisse, Bildung, Informationsaustausch und Reflexion aus frauenspezifischem Blickwinkel von Frauen für Frauen.

Vier Tage lang werden Frauen ihre Erfahrungen, Lebensperspektiven, Einschränkungen sowie Strategien der Überwindung patriarchaler Macht- und Heerschaftsstrukturen thematisieren. „Die FFU ist ein Projekt, das Frauen generationsübergreifend zusammenbringt, wo über Erfahrungen gesprochen, Politik diskutiert, Hergebrachtes und Eingefahrenes kritisiert, aber auch gemeinsam gefeiert, lustvoll gelebt wird.“ (Organisationsteam) Die FFU ist für alle Frauen offen, sie richtet sich explizit nicht an Studierende und Lehrende an Universitäten sondern an alle interessierten Frauen, die das Bedürfnis haben, sich mit ihrer Lebenssituation auseinanderzusetzen, die ihren Blickwinkel erweitern oder einfach eine neue Perspektive entdecken wollen. Reden wir darüber, warum Frauen laut UNO-Bericht nach wie vor 70% der gesellschaftlichen Arbeit leisten, über 10% des weltweiten Einkommens und über 1% des Weltvermögens verfügen.

Workshopinhalte, Diskussionsveranstaltungen, Kunstprojekte, Feste und Filmabende entwickeln sich entlang folgender Themenachsen: Frau und Arbeit, Interkulturelle Kompetenz sowie Frau, Macht und Struktur.
Folgende Workshops werden angeboten (frau mag es mir verzeihen, auf die akademische titelphobie zu verzichten): Gabriele Michaelitsch wird Geschlechter-Ökonomie im Kontext der Deregulierung am Arbeitsmarkt in bezug auf einen männlich dominierten ‚Kernarbeitsmarkt’ und einem weiblich marginalisierten ‚atypischen’ Arbeitsmarkt problematisieren; Elke Szalai stellt die Mobilität, die Verkehrsproblematik in den Vordergrund; während sich Imrtraud Voglmayr dem Thema Altersbilder in den Medien annähern wird, wird Heidi Ambrosch einen Workshop zu feministischen Utopien anbieten: abseits von Sachzwängen und Realpolitik entführt sie uns in eine Reise durch unsere Phantasien, in unsere Vorstellungswelten: „wie denn das gute Leben...gemeinsam denkbar wäre und welche Handlungsoptionen sich uns dabei auftun“; Maria Hintersteiner und Hedwig Presch werden zu den psychosozialen Funktionen des Ausstiegs aus der Erwerbsarbeit unter dem Titel ‚krankgeredet – krankverwaltet’ arbeiten, die arge wehrdienstverweigerung & gewaltfreiheit wird anbieten, sich mit den äußersten Formen der Gewalt zu beschäftigen, der männlichen Struktur des Krieges, des Militarismus und der Gewalt; zahlreiche künstlerische Angebote können in Anspruch genommen werden, über einen Radioworkshop der Radiofabrik bis hin zu Film und Malerei sind Frauen eingeladen, künstlerische Ausdrucksformen auszuleben; im interkulturellen Kontext wird eine kulinarische basale Erfahrung geboten; während Delissia Schirhofer auf eine Tanzreise entführt, wird Tihana Migic einen Einblick in die Transformationsprozesse der Geschlechterverhältnisse in den Nachfolgestaaten Jugoslawiens bieten.
Das Programm lässt sich als Villa Kunterbunt zusammenfassen. Für jede Frau ist etwas dabei. Das tägliche Frühstück im Infocafe dient wie der feministische Bazar dem Kennenlernen, dem Informationstransfer, der Vernetzung und Generierung von Handlungsräumen. Die Abschlusssveranstaltung ist offen. Die Frauen, die sich an der FrauenFrühlingsUniverstität beteiligen, seinen in ihrer Kreativität keinerlei Grenzen ausgesetzt, wie auch immer die Teilnehmerinnen einen für alle befriedigenden Abschluss finden wollen: alle werden diesen gemeinsam aus der FFU heraus selbstorganisiert generieren.



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