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Wir sind eine Gruppe von binationalen Paaren in Österreich, die sich unter dem Namen "Ehe ohne Grenzen" zusammengeschlossen haben. Die österreichische Fremdenpolitik und das neue Fremdenrechtspaket verhindern, dass wir in diesem Land in Ruhe und ohne Angst gemeinsam mit unseren PartnerInnen und Kindern leben können. Wir binationalen Familien sind durch diese Politik diskriminiert und in unserer Existenz bedroht: die Tatsache, mit einem/r ÖsterreicherIn verheiratet zu sein, berechtigt nicht automatisch zum legalen Aufenthalt in Österreich.

Für uns gibt es keine Sicherheit, jetzt und in Zukunft ein selbstbestimmtes Familienleben führen zu können - weder hier noch in den Herkunftsländern der PartnerInnen noch anderswo.

Der Gesetzgeber verlangt seit 1.1.2006 eine Antragstellung um Aufenthaltstitel im Herkunftsland. Das bedeutet eine Trennung auf unbestimmte Zeit mit ungewissem Ausgang - ohne jede Garantie, in Österreich zusammenleben zu können. Die nicht-österreichischen PartnerInnen ohne Aufenthaltstitel können jederzeit des Landes verwiesen werden. Jedes Klingeln an der Tür kann die Polizei sein, um den/die PartnerIn bis zu zehn Monate ins Gefängnis zu bringen und anschließend abzuschieben in ein Land, aus dem er/sie geflüchtet ist.

Ohne Aufenthaltstitel gibt es keine Arbeitserlaubnis. Das seit 2006 geforderte Mindesteinkommen von mehr als € 1.000,- muss von der/dem österreichischen PartnerIn alleine aufgebracht werden, was für viele nicht erfüllbar ist.

Für sogenannte Drittstaatsangehörige ist es nahezu unmöglich, legal ein- bzw. auszureisen oder zu überleben, daher kommt es sehr schnell zu einer Verhängung von Aufenthaltsverboten und Ausweisungen, was ein gemeinsames Familienleben verhindert. ÖsterreicherInnen, die eine Ehe mit einer/m sogenannter/n Drittstaatsangehörigen schließen, sind grundsätzlich verdächtig und werden kriminalisiert.

Wir fordern unsere Menschenrechte zurĂĽck!
• Bedingungsloses Arbeits- und Aufenthaltsrecht für unsere EhepartnerInnen!
• Sofortige Erteilung von Aufenthaltstiteln für ehemalige und derzeitige in Österreich verheiratete AsylwerberInnen, unabhängig vom Zeitpunkt der Eheschließung
• Anerkennung von im Ausland geschlossenen gleichgeschlechtlichen Ehen und PartnerInnenschaften
• Gleiche Chancen zur Reintegration und Resozialisierung von sogenannten "Drittstaatsangehörigen" mit Aufenthaltsverbot und/oder ohne Papiere
• Entkriminalisierung von binationalen Ehen

Kundgebung jeden Mittwoch beim Innenministerium!

Ehe ohne Grenzen http://www.ehe-ohne-grenzen.at



arge wdv